Friederike Hübner

Wenn Führung trotz Erfahrung nicht mehr wirklich greift

Executive Sparring für Geschäftsführer:innen, C-Level und Führungsteams

Ich begleite Geschäftsführer:innen und Menschen in Verantwortung vor allem dann, wenn sie merken, dass sie mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen allein nicht mehr weiterkommen.

Wenn im Führungsteam gute Leute sitzen und trotzdem keine wirkliche Zusammenarbeit entsteht. Oder wenn sie bei sich selbst merken, dass sie unter Druck anders reagieren, als sie eigentlich führen wollen.

Ich mache viel Executive Sparring in genau solchen Situationen — also wenn Dinge festgefahren sind, Konflikte sich drehen oder jemand keinen klaren Blick mehr auf die Situation hat.

Und mit manchen arbeite ich auch längerfristig. Vor allem dann, wenn sie merken, dass sie sich trotz aller Erfahrung immer wieder selbst im Weg stehen.  Sie wollen verstehen, warum das passiert und wie sie daraus anders führen können.

Viele erleben dadurch zum ersten Mal, dass Führung nicht mehr nur Kraft kostet.

Dass sie auch unter Druck klar bleiben können, ohne härter zu werden. Entscheidungen treffen können, ohne den Kontakt zu verlieren. Und handlungsfähig bleiben, auch wenn die Situation noch keine einfache Antwort bereithält.

Und dass genau daraus etwas entsteht, das viele lange nicht kannten: mehr Ruhe, mehr Zufriedenheit und das Gefühl, nicht ständig gegen sich selbst arbeiten zu müssen.

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Reife Führung entsteht nicht zufällig

Viele Menschen glauben, dass Führung vor allem eine Frage von Wissen, Erfahrung oder Persönlichkeit ist. Doch in entscheidenden Momenten reicht das oft nicht mehr aus.

Unter Druck greifen alte Muster. Menschen schützen sich. Teams verlieren ihre Verbindung. Jeder versucht auf seine Weise, irgendwie durch die Situation zu kommen.

Das passiert nicht zufällig. Viele dieser Reaktionen waren einmal kluge Strategien, um mit schwierigen Situationen umzugehen. Erst später beginnen wir zu merken, welchen Preis sie heute haben – für uns selbst, für unsere Führung, und für die Zusammenarbeit mit anderen.

Deshalb geht es in meiner Arbeit nicht darum, Menschen weiter zu optimieren. Sondern darum sichtbar zu machen, was unter Druck wirklich wirkt:  in Einzelnen, in Führungsteams, in Beziehungen zwischen Menschen und in den Situationen, in denen es wirklich darauf ankommt.

Erst wenn das sichtbar wird, entsteht eine neue Perspektive und ein anderer Umgang mit dem, was unter Druck in uns wirkt. 
Daraus entsteht die Möglichkeit, anders zu führen. 

Klarer, ohne härter zu werden. Nahbarer, ohne sich selbst zu verlieren. Weniger reaktiv und mehr aus innerer Präsenz heraus. Führung wird dadurch oft ruhiger. Weniger Kampf. Weniger Absicherung. Und innerlich freier.

So entsteht Schritt für Schritt eine reifere Form von Führung. Eine Führung, die Spannung halten kann, ohne in Kontrolle, Anpassung oder Rückzug zu kippen.

Die zunehmende Komplexität unserer Zeit verlangt eine Form von Führung, die Klarheit und Menschlichkeit gleichzeitig halten kann.

Ausgangslage

Unter Druck verändert sich Führung.

Menschen reagieren plötzlich anders, als sie es eigentlich wollen. Gespräche drehen sich im Kreis, Zusammenarbeit wird anstrengend und Teams verlieren ihre gemeinsame Ausrichtung.

Nicht, weil Kompetenz fehlt. Sondern weil in schwierigen Situationen oft alte Muster übernehmen.

Manchmal wird gekämpft, kontrolliert oder innerlich aufgegeben. Manchmal verliert ein Team das eigentliche Ziel aus den Augen. Und manchmal ist der Blick auf die Situation selbst verstellt, weil zu viele Dynamiken gleichzeitig wirken.

Dann wird unklar, was eigentlich wirklich passiert und was jetzt der richtige Umgang wäre.

Im Sparring

Im Sparring wird sichtbar, was in schwierigen Situationen wirklich passiert. Nicht nur, dass etwas kippt, sondern wodurch.

Warum Menschen plötzlich härter, schneller oder kontrollierender werden. Warum andere sich zurücknehmen, obwohl sie innerlich längst klar sind. Welche Dynamiken im Team oder in der Organisation dabei mitwirken und welchen eigenen Anteil wir selbst daran haben, ohne es bisher wirklich zu sehen.

So entsteht ein anderer Blick auf die Situation. Und oft zum ersten Mal das Gefühl: Jetzt verstehe ich wirklich, was hier passiert.

Dadurch werden Gespräche wieder möglich, Entscheidungen klarer und Zusammenarbeit wieder tragfähiger – zumindest für die konkrete Situation, in der vorher alles festgefahren war.

In der vertiefenden Arbeit

Wenn sich bestimmte Situationen immer wiederholen, schauen wir tiefer.

Dann wird sichtbar, welche Muster unter Druck greifen und warum sie so stark werden.

Nicht, um Menschen zu bewerten. Sondern um zu verstehen, was sie schützt, warum sie sich zurückziehen, kontrollieren, anpassen oder verhärten und weshalb genau das heute oft im Weg steht.

Schritt für Schritt entsteht daraus etwas anderes: Mehr innere Stabilität. Mehr Präsenz in schwierigen Situationen. Und die Fähigkeit, klar zu bleiben, ohne die Beziehung zu verlieren.

Menschen müssen ihre Verletzlichkeit nicht mehr permanent schützen. Dadurch wird echter Kontakt möglich – mit sich selbst und mit anderen.

So entwickelt sich eine reifere Form von Führung. Auch dann, wenn es schwierig wird.