Friederike Hübner

Wenn Führung im Team schwierig wird

Entscheidungen ziehen sich, Themen werden vertagt, obwohl allen klar ist, worum es eigentlich geht. In Meetings wird viel gesagt, und doch bleibt das Entscheidende unausgesprochen.

Nach außen wirkt das Team oft noch handlungsfähig. Intern fehlt die Klarheit. Entscheidungen werden verschoben, Konflikte bleiben stehen oder werden umgangen. 

Jeder hat seine Sicht auf die Situation, aber es entsteht nichts Gemeinsames mehr. Und je größer der Druck wird, desto stärker zieht jeder in seine Richtung.

Die Folgen zeigen sich schnell in der Organisation: Bereiche arbeiten gegeneinander, Prioritäten werden unklar und Veränderungen verlieren an Kraft.

Zusammenarbeit gerät ins Stocken

 

 

 

Zusammenarbeit wird zäh. Gespräche werden oberflächlicher. Positionen verhärten sich oder es entstehen schnelle Vereinbarungen, die zwar Zustimmung bekommen, aber nicht wirklich getragen werden.

Die eigentlichen Spannungen bleiben unausgesprochen. Konflikte werden über Sachthemen ausgetragen und Themen tauchen immer wieder auf, ohne wirklich geklärt zu werden.

Und genau dadurch verliert ein Team seine Stärke. Die gemeinsame Richtung geht verloren und die Energie, die früher nach vorne ging, wird zunehmend im System gebunden.

Das System funktioniert nicht mehr

Entscheidungen werden getroffen und später wieder infrage gestellt. Verantwortung bleibt zwischen Bereichen hängen oder wird weitergereicht.

Dieselben Themen tauchen in Meetings immer wieder auf. Alle sprechen darüber, doch nichts kommt wirklich voran. Abstimmung kostet mehr Energie, als sie Wirkung erzeugt.

Was im Führungsteam geschieht, setzt sich oft in der Organisation fort. Bereiche arbeiten aneinander vorbei, Prioritäten werden unklar und Veränderungen verlieren an Kraft.

Alle sind beschäftigt. Trotzdem bleibt das Gefühl, auf der Stelle zu treten.

Führung kippt, wenn sie eine Seite bevorzugt

Führung steht immer vor einer Spannung:

Auf der einen Seite braucht es Orientierung, Entscheidungen und Bewegung.
Auf der anderen Seite braucht es Menschen, die mitgehen, Verantwortung übernehmen und Veränderungen mittragen.

In der Praxis rückt meist eine Seite in den Vordergrund.

Manchmal liegt der Fokus so stark auf Zielen, Strategie und Umsetzung, dass aus dem Blick gerät, ob die Organisation überhaupt noch mitkommt.

Und manchmal wird so viel Energie darauf verwendet, alle einzubeziehen, dass Entscheidungen ausbleiben und wichtige Schritte nicht gegangen werden.

Wirksam wird Führung dort, wo beides gleichzeitig möglich bleibt. Gerade dann, wenn der Druck steigt.

Im Außen zeigt sich, was im Inneren wirkt

Was im Führungsteam sichtbar wird, entsteht nicht nur aus der Situation selbst. Es wird auch davon geprägt, wie Menschen unter Druck reagieren.

Die einen kämpfen dafür, gehört, respektiert oder ernst genommen zu werden. Andere sorgen vor allem dafür, dass Beziehungen erhalten bleiben und Konflikte vermieden werden. Wieder andere versuchen, Unsicherheit durch Kontrolle, Regeln oder klare Antworten in den Griff zu bekommen.

Diese Strategien waren oft einmal sinnvoll. Unter Druck wirken sie jedoch weiter – auch dort, wo sie heute eher begrenzen als helfen.

So prägen sie Entscheidungen, Zusammenarbeit und den Umgang miteinander, ohne dass dies bewusst wahrgenommen wird.

Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf das sichtbare Verhalten zu schauen, sondern auch auf das, was darunter wirkt: im Team und in den Einzelnen.

Zusammenarbeit wird wieder tragfähig

 

Jeder übernimmt Verantwortung für das eigene Verhalten, statt es auf andere zu schieben. Positionen werden klar vertreten, nicht, um sich durchzusetzen, sondern weil es um die beste Lösung geht.

Unterschiedliche Interessen, Sorgen und Sichtweisen stehen nicht mehr zwischen den Beteiligten, sondern werden Teil der gemeinsamen Arbeit. Es geht nicht mehr darum, Recht zu behalten, sondern gemeinsam weiterzukommen.

Dadurch wird echter Kontakt wieder möglich. Menschen gehen wieder in echten Austausch. Sie ringen miteinander, treffen Entscheidungen und arbeiten an der Sache, statt nebeneinander oder gegeneinander.

Was Zusammenarbeit verhindert, ist selten das, worüber gesprochen wird

Bevor ich mit einem Team arbeite, höre ich zu. Ich spreche mit den Beteiligten, sammle unterschiedliche Perspektiven und bilde erste Hypothesen darüber, was die Zusammenarbeit beeinflusst.

Im Workshop zeigt sich dann, was davon tatsächlich wirksam ist.

Wer spricht viel. Wer wird still. Welche Themen Raum bekommen und welche vermieden werden. Wo Spannungen entstehen und wie das Team damit umgeht.

Ich spreche aus, was ich wahrnehme, und konfrontiere Teams mit Beobachtungen, die oft längst im Raum sind, aber bisher nicht benannt wurden.

Dadurch werden Dinge sichtbar, über die häufig noch nie gesprochen wurde.

Das ist nicht immer angenehm. Menschen gehen in Widerstand, verteidigen ihre Sichtweise oder beginnen zu erkennen, welchen Anteil sie selbst an der Situation haben.

Genau dort arbeite ich.

Nicht indem ich diese Spannungen auflöse, sondern indem wir gemeinsam anschauen, was tatsächlich passiert und was die Zusammenarbeit festhält.

Denn oft entsteht erst dann ein anderer Blick auf die Situation – und damit die Möglichkeit, anders miteinander umzugehen.

Wenn ihr herausfinden möchtet, was in eurem Team tatsächlich wirkt und was es braucht, damit Zusammenarbeit wieder trägt, lasst uns sprechen.

Im ersten Gespräch wird meist schnell sichtbar, worum es wirklich geht . 

Du erreichst mich direkt unter  ‭+49 172 – 20 55 434‬ 
oder  ‭hier.

Was im Team sichtbar wird

Im Team wird sichtbar, was die Zusammenarbeit tatsächlich beeinflusst.

Welche Themen vermieden werden. Wo Verantwortung liegen bleibt. Warum Entscheidungen ausbleiben oder Konflikte immer wieder auftauchen.

Und wie sich genau diese Dynamiken in der Organisation fortsetzen, wenn Bereiche gegeneinander arbeiten, Verantwortung unklar bleibt oder Veränderungen ihre Wirkung verlieren.

Wie ihr damit umgeht

Spannungen werden nicht mehr übergangen oder vorschnell befriedet.

Sie können gemeinsam erfahren, betrachtet, geklärt und bearbeitet werden.

Dadurch entsteht ein anderer Umgang mit Unterschiedlichkeit, Konflikten und Verantwortung.

Was dadurch wieder möglich wird

Zusammenarbeit wird wieder wirksam.

Konflikte werden geführt. Entscheidungen werden getroffen und mitgetragen. Unterschiedliche Sichtweisen werden genutzt, statt gegeneinander zu arbeiten.

Das Führungsteam gewinnt wieder Richtung und gemeinsame Ausrichtung. Und die Organisation erlebt wieder mehr Klarheit, Verbindlichkeit und Wirksamkeit.