Friederike Hübner

Ich bin Friederike Hübner

– für viele auch Ika.

Ich arbeite seit über 30 Jahren mit Führungskräften, Geschäftsführern und Organisationen, seit mehr als 25 Jahren selbstständig. Meine Wurzeln liegen in der klassischen Beratung: Strategie, Veränderung und Führungskräfteentwicklung.

Über all die Jahre habe ich gesehen, wie viel Kompetenz in Unternehmen vorhanden ist – und gleichzeitig, wie oft genau die entscheidenden Situationen scheitern. Nicht, weil Menschen es nicht besser wissen, sondern weil sie in bestimmten Momenten nicht so handeln können, wie sie eigentlich handeln wollen. Manchmal sehen sie klar, was notwendig wäre, und können es trotzdem nicht umsetzen. Manchmal erkennen sie es in diesem Moment gar nicht, weil etwas anderes schneller ist als ihr Denken.

Mich hat früh interessiert, was dahinterliegt. Nicht als Konzept, sondern ganz konkret in mir selbst. Seit ich Anfang 20 bin, beschäftige ich mich mit der Frage, was uns steuert, warum wir reagieren und weshalb Menschen gerade in entscheidenden Situationen oft anders handeln, als sie es eigentlich wollen.

Ich habe mich über viele Jahre kontinuierlich begleiten lassen. Dabei ging es nie darum, mich zu optimieren, sondern mir selbst auf die Schliche zu kommen: zu verstehen, wie ich reagiere, wo ich ausweiche, welche Gefühle ich nicht haben möchte und warum ich mir in bestimmten Situationen selbst nicht wirklich zur Verfügung stehe.

Ich war lange sehr mit meiner Aufmerksamkeit bei anderen. Ich konnte zuhören, verstehen und Verbindung halten. Mich selbst habe ich dabei oft aus den Augen verloren.

Allein war ich klar. Im Kontakt mit anderen nicht immer – vor allem dann nicht, wenn Widerstand entstand oder Konflikte drohten. Dann habe ich mich zurückgenommen, meine eigene Position hinten angestellt und versucht, Harmonie aufrechtzuerhalten.

Der entscheidende Schritt war nicht, noch klarer zu werden, sondern im Kontakt bei mir zu bleiben. Auch dann, wenn es unangenehm wird oder jemand anderes den Raum bestimmt.

Ich habe begonnen, meine Position zu halten – nicht, um sie durchzusetzen, sondern um nicht mehr auszuweichen. Früher hätte ich mir das nicht leisten können, weil ich gefürchtet habe, dass der Kontakt darunter leidet.

Aus dieser Entwicklung heraus ist nach und nach etwas entstanden, das heute den Kern meiner Arbeit bildet: Menschen in eine reifere Form von Führung zu begleiten – klar zu bleiben, ohne den Kontakt zu verlieren.

Ein großer Teil meiner Entwicklung ist in Beziehung entstanden. Im Ringen, in Auseinandersetzung und dort, wo es nicht mehr möglich war, sich anzupassen, ohne sich selbst zu verlieren.

Ein Teil dieser Entwicklung entstand auch dort, wo ich lernen musste, mit Situationen präsent zu bleiben, die sich weder lösen noch kontrollieren lassen.

Heute arbeite ich mit Führungskräften und Führungsteams an den Momenten, in denen Menschen nicht mehr klar führen können, weil sie beginnen zu reagieren, auszuweichen oder zu übersteuern. In denen Klarheit oder Beziehung verloren gehen.

Ich mache sichtbar, was in diesen Situationen tatsächlich wirkt, und bleibe nicht dort stehen. Ich schaffe einen Raum, in dem sich etwas verändern kann. Nicht durch schnelle Lösungen oder neue Methoden, sondern indem wir genau dort hinschauen, wo Führung kippt – ohne es sofort zu glätten, zu kontrollieren oder zu erklären.

Daraus entsteht Schritt für Schritt etwas anderes: mehr innere Stabilität, mehr Präsenz und die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen klar zu bleiben und gleichzeitig in Beziehung zu sein.

So entwickelt sich eine Form von Führung, die nicht aus Reaktion entsteht, sondern aus Präsenz, innerer Klarheit und einem tragfähigen Kontakt zu anderen Menschen.

Ich arbeite auf Deutsch, Englisch und Niederländisch.