Stellenabbau, strategische Umstrukturierungen, der Einfluss von KI, viele Organisationen stehen gerade vor tiefgreifenden Veränderungen. Was gestern noch galt, ist heute fraglich. Was heute entschieden wird, ist morgen vielleicht schon überholt. Unsicherheit wird für viele zur Konstante.
Und mittendrin, Führungskräfte, die Orientierung geben sollen, obwohl sie selbst nicht genau wissen, wie es weitergeht.
Ich erinnere mich an eine Situation, in der klar war, es werden Stellen abgebaut. Wie viele, wen es trifft, war noch offen. Die Führung war gefordert, den Betrieb stabil zu halten, während Druck und Unruhe spürbar stiegen.
In solcher Lage braucht es selten schnelle Antworten. Es braucht Raum, um die eigene Klarheit zu finden, bevor sie ins System getragen wird. Genau diesen Raum habe ich in dieser Situation geöffnet, zunächst mit dem Geschäftsführer selbst, später auch im gesamten Leitungsteam, damit Führung gemeinsam in die Tiefe geht, bevor sie nach außen sichtbar wird.
Was dabei hilft, innezuhalten, bevor Automatismen greifen. Wirkung und Wechselwirkung zu verstehen. Sich zu fragen, was jetzt wirklich gebraucht wird, und was das mit einem selbst zu tun hat.
Klarheit entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch einen eigenen, festen Boden, Präsenz, Ehrlichkeit und die Fähigkeit, Spannung zu halten.
Eine reife Führungshaltung nimmt das Wohl des Ganzen in den Blick, auch wenn das heißt, persönliche Wünsche oder übermäßige Fürsorge zurückzustellen. Verlässlich sein, auch ohne alle Antworten zu haben. Orientierung geben, ohne zu beschönigen. Für das Ganze einstehen, auch wenn das eigene Schutzbedürfnis dagegen spricht.
Was hilft dir, oder euch als Führungskreis, in Zeiten der Unsicherheit? Und wer öffnet dir den Raum, um dich selbst zu klären?


