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title: "Vertrauen in das eigene Wirken"
date: 2025-07-18
author: "Alina Keller"
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# Vertrauen in das eigene Wirken

Du bist erfahren. Aber vertraust du dir auch?

**Beispiel eines erfahrenen Geschäftsführers, den ich als Coach betreute:**   
Reflektiert. Engagiert. Verantwortungsbewusst.  
Strategisch klug, klar in der Analyse, mit dem Blick fürs Ganze –  
und sehr gut darin, sein Team zu führen und zu begeistern.

Und doch:  
Immer wieder war da ein spürbarer Widerspruch –  
zwischen dem, was er nach außen zeigte, und dem, was ankam.  
Zwischen der Klarheit im Denken –  
und der Unsicherheit, die manchmal in der Wirkung spürbar wurde.  
Nicht, weil er es nicht konnte.  
Sondern weil eine alte innere Dynamik mitspielte.

**Ein tiefer, vertrauter Gedanke:**  
„Ich muss es besonders gut machen.“  
Nicht aus Ehrgeiz – sondern aus einem Gefühl von:  
„So, wie ich bin, reicht nicht.“

**Aus diesem Zweifel entstand Anstrengung.**  
Ein Mühen. Ein innerer Druck.  
Und je mehr er gab, desto mehr wirkte es wie ein Kampf –  
nicht wie Klarheit.  
Desto weniger kraftvoll war seine Präsenz.  
Nicht, weil er zu wenig gab –  
sondern weil die Anstrengung sichtbar war.

**Nicht das Können ist das Problem –**  
**sondern das Misstrauen in die eigene Wirkung.**

In unserer gemeinsamen Arbeit – durch viele kleine Spiegel und das genaue Hinschauen –  
begann er, sich selbst auf die Schliche zu kommen.  
Er erkannte, wie stark in ihm der alte Impuls wirkte, sich beweisen zu müssen –  
um ja nicht sichtbar werden zu lassen, dass er sich im Innersten nicht gut genug fühlte.  
Wie viel Energie in das Bemühen floss, stark, klar und souverän zu wirken –  
und wie sehr ihn das von seiner eigentlichen Kraft trennte.

**Erst da wurde der Weg frei:**  
Weg vom Beweisen.  
Hin zur Verbindung mit sich selbst.  
Zur Würdigung des eigenen Seins.

Nicht sofort. Aber Schritt für Schritt.  
Und dadurch veränderte sich nicht nur seine Wirkung –  
sondern auch die Art, wie er sich selbst begegnet.

**Kennst du das auch?**  
Dass du mehr gibst, als du müsstest –  
und dabei weniger bei dir bleibst, als du könntest?

Geht es dir nicht mehr darum, noch mehr zu erreichen –  
sondern echter zu wirken?  
Nicht noch ein Tool. Sondern eine Klärung im Inneren.

Wenn du spürst, dass da noch etwas gehen darf –  
dann bist du damit nicht allein.  
Und nicht am Ende –  
sondern an einem echten Wendepunkt.